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Das Logo

Das Pilotprojekt bezieht Namen und Logo von der biblischen Figur „Rut“ des gleichnamigen Buches, deren Geschichte sich hervorragend als Symbol eignet, um das Anliegen der theologischen Fortbildung zu veranschaulichen.

Rut war die Schwiegertochter von Noomi. Noomi war eine Jüdin, die mit ihrem Mann Elimelech und ihren beiden Söhnen Machlon und Kiljon aufgrund einer Hungersnot von Bethlehem in die Fremde nach Moab ausgewandert war. Die Söhne nahmen moabitische Frauen, Orpa und Rut.

Plötzlich sterben der Mann von Noomi sowie die beiden Söhne, so dass Noomi und ihre Schwiegertöchter Witwen werden. Noomi entscheidet sich, in ihre Heimat zurückzukehren. Unterwegs schickt sie Orpa und Rut zurück nach Moab, doch Rut lässt nicht von ihr und sagt: „Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ Beim Ährenlesen (daher ist die Ähre Symbol für Rut) begegnet Rut Boas. Dieser vermählt sich mit ihr und befreit sie somit aus ihrem Witwendasein. Rut wird schwanger und bringt ihren Sohn Obed zur Welt. Er ist der Großvater des Königs David. So taucht die Fremde Rut schließlich auch im Stammbaum Jesu auf (vgl. Mt 1,5 – daher das Kreuz im Logo). Mit anderen Worten erfüllt sich der Heilsplan Gottes durch das Mitwirken einer Nicht-Jüdin, die sich im Vertrauen auf Gottes Hilfe um der Liebe zu ihrer Schwiegermutter willen darauf eingelassen hatte, als Fremde in Juda zu leben und die ihrerseits die Gunst des Juden Boas erfahren hatte.

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Bildquelle: pixabay.com

Es ist theologisch bedeutsam, dass sich Gottes Heilsplan für sein Volk durch eine Fremde erfüllt, die zuvor selbst im Volk aufgenommen und so aus ihrer Witwenschaft befreit wurde. Die Fremden sind also keineswegs nur die Adressaten unseres professionell-caritativen Handelns, sie sind Subjekte der Heilsgeschichte und Träger einer göttlichen Botschaft an uns. Heilsökonomisch betrachtet ist das Miteinander von Zuwanderern und Einheimischen für beide Seiten unverzichtbar, denn: In Sachen Heil gibt es keinen Alleingang!